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DER NOKIA N73 MULTIMEDIACOMPUTER


23.04.07 19:31

Ich nutze das Nokia N73 seit über 2 Monaten.

___Hauptmerkmale:
+ Sehr gute Kamera
+ Sehr großes Display
+ Große Funktionsvielfalt

- Schlechte Lautsprecher
- Mäßige Gehäuseverarbeitung
- Winzige Tastatur

___Lieferumfang
Das Nokia N73 kommt in der bekannten guten Pappschachtel der Nokia Nseries daher. Diese steckt voller Zubehör, von Ladegerät und Akku bis zum guten Headset und einem Datenkabel. Bedienungsanleitung und CD sind selbstverständlich. Anscheinend um den Preis zu drücken wurde jedoch je nach Anbieter auf eine Speicherkarte verzichtet oder nur 128 MB mitgeliefert, was sehr ärgerlich ist.

___Display
Das Display ist sehr groß und Leuchtstark und zeigt tolle Farben. Leider ist die Displayauflösung mit QVGA nur Standard. Etwas mehr hätte bei so einem professionellen Fotohandy nicht geschadet. Bei voller Sonneneinstrahlung erkennt man leider kaum noch etwas, das ist jedoch ein gemeinsames Problem fast aller moderner TFTs.

___Tastatur
Über die Haupttastatur lässt sich leider nicht viel Gutes berichten: Sie ist aufgrund des großen Displays deutlich zu klein geraten, ist für Vielschreiber nicht wirklich geeignet. Zudem sind die Druckpunkte nicht sehr deutlich zu erfühlen. Die übrigen Tasten sind sehr gut: Die Softkeys und die Auflege- und Abheben-Tasten sind groß und haben einen guten Druckpunkt, die silbernen Menütasten sind auch gut zu bedienen. Der Joystick ist von der Bedienung her gut, mir scheint jedoch die Verchromung nicht sehr dauerhaft zu sein. Abgesehen davon bevorzuge ich persönlich ohnehin Navigationswippen, aber das nur am Rande.
Die zusätzlichen Kameratasten an der Gehäuseseite sind sehr gut, sie sind endlich auch beleuchtet und haben gute Druckpunkte, das ist besonders bei der Auslösetaste wichtig, die zwei Druckpunkte zum Fokussieren und Auslösen besitzt. Das ist sehr gut gelöst.
Der Einschalter ist wie beim N80 recht schwergängig, was ihn vor einer versehentlichen Betätigung schützt. Sehr schön ist die Beleuchtung der Tasten: Die Haupttastatur ist vierfarbig beleuchtet, die Spezialtasten an der Seite werden nur beleuchtet, wenn die Kamera aktiv ist. Wie auch die Displaybeleuchtung, wird die Tastaturbeleuchtung über einen Lichtsensor gesteuert.

___Kamera
Auf die vordere Kamera für die Videotelefonie will ich an dieser Stelle nicht weiter eingehen, da an sie sehr geringe Anforderungen gestellt werden und es hier auch wenige Unterschiede gibt.
Das Glanzstück des gesamten Gerätes ist die 3-Megapixel-Hauptkamera auf der Geräterückseite. Sie ist durch eine großflächige Schiebeabdeckung gut geschützt, welche zwar nicht bombenfest sitzt, aber genügend stabil ist. Beim Öffnen der Abdeckung wird die Kamera sofort aktiviert, wie es schon beim 6680 war und beim N80 leider vermisst wurde. Die Kamera besitzt einen Autofokus, die Optik wird von Carl Zeiss geliefert. Bei gutem Licht kann die Kamera mit einer billigen Digicam durchaus mithalten, die Bilder sind dann gestochen scharf. Besonders toll ist der Nahaufnahmenmodus. Beim integrierten Blitzlicht wurde leider gespart und wieder mal nur eine LED verbaut. Auf 1 - 2 m Entfernung ist diese noch ganz hilfreich, danach wird sie einfach nur überflüssig, bei weniger Abstand führt sie zu einer Überbelichtung. Bei Landschaftsaufnahmen tritt leider eine gewisse Unschärfe auf, anscheinend aufgrund fehlender Kontraste. Alles in allem ist die Kamera besonders zur Objektfotographie (Lebewesen, Gebäude, Autos, ...) bei gutem Licht geeignet. Bei schlechteren Bedingungen (schlechtes Licht, ...) fällt die Qualität ab.

___Datenübertragung
Neben USB, Infrarot, Bluetooth und UMTS, die mittlerweile schon selbstverständlich sind, wird vor allem WLAN vermisst, was beim Surfen nicht verkehrt gewesen wäre. Aber das N73 ist eben kein Allrounder wie N80 und N95, sondern in erster Linie ein Fotohandy und WLAN hätte hier wahrscheinlich den Preis unnötig in die Höhe getrieben. Die genannten vorhandenen Übertragungsmöglichkeiten funktionieren jedenfalls einwandfrei, über USB lässt sich das Gerät natürlich auch wieder als Speicherstick für den PC verwenden. In Bezug auf Bluetooth fehlt leider das A2DP-Protokoll, das drahtlose Stereokopfhörer ermöglicht. Warum dieses in erster Linie softwareseitige Feature nicht integriert wurde, ist mir nicht verständlich.

___Leistung/ Speicher
Der interne Speicher von gerade mal 45 MB ist natürlich ein schlechter Witz, genauso wie die Tatsache, dass keine Speicherkarte mitgeliefert wird. Der Kauf einer miniSD-Karte ist also unerlässlich, wenn man die Funktionen des Gerätes wirklich nutzen will. Glücklicherweise sind bis zu 2 GB hier kein Problem. Größere Karten (auch 4GB-Karten ohne HC-Format) funktionieren leider nicht; vielen Dank an Thomas für die ausführlichen Informationen dazu.
Die Prozessorleistung scheint etwas schwach zu sein, die wirkt sich jedoch nicht schlimmer aus, als bei anderen Symbian-Geräten auch.
Der Akku hält bei geringer Nutzung mehrere Tage (im Durchschnitt fünf), bei 200 Fotos am Tag, etwas Musik und weiterer Benutzung ist der Akku aber auch in weniger als 24 Stunden leer zu machen.

___Software/ Bedienung
Die Software ist mit Symbian S60 3rd Edition natürlich mal wieder das Beste vom Besten, ansonsten hätte ich das Gerät ja nicht :-D
Die Funktionen sind somit die altbekannten, wer sie noch einmal nachlesen will, kann dies z.B. in meinen Testberichten zu 6680 und N80 tun. Erwähnt sei hier nur der sehr gute MP3-Player mit Musikbibliothek und allem drum und dran, der jetzt endlich auch kein Knacken zwischen den Titeln mehr produziert. Auch wieder dabei ist natürlich der aktive Standby, bei den Mitteilungen ist es endlich auch möglich, Details wie die Empfangszeit schon im Eingang anzuzeigen. Die Fotoshow wurde durch Bewegungs- und Zoom-Effekte noch attraktiver gestaltet.
Die Bedienung der Kamera und der Funktionen ist dank Spezialtasten, großer Softkeys und S60 sehr bequem, die Texteingabe macht über die sehr kleine Tastatur wenig Spaß. Das Erscheinungsbild wie auch der Menüaufbau und eigentlich fast alles ist dank S60 an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Der Bildschirmschoner ist aufgrund größerer Schrift und mehr Kontrast besser ablesbar als noch beim N80.

___Verarbeitung/ Hardware
Ein etwas enttäuschender Punkt am N73 ist das geklipste Kunststoffgehäuse, das gerne auch mal knartzt. Ansonsten ist die Verarbeitung wirklich gut. Nicht so toll sind jedoch die Stereo-Speaker, die hohe Töne übersteuern und tiefe Töne nicht wiedergeben. Durch den Equalizer lässt sich dem einwenig entgegenwirken, die gute Wiedergabequalität des Nokia N80 erreichen die integrierten Lautsprecher des N73 jedoch nicht.
Sehr schön ist dagegen die Lackierung des Backcovers, die weitgehend resistent gegen Fingerabdrücke ist.

___Fazit
Als Kamera überzeugt das Nokia N73 vor allem im Urlaub bei schönem Wetter, dann ist die Bildqualität optimal und man kann die unhandliche Digicam getrost im Hotel lassen. Auf dem großen, farbenfrohen Display kann man die Fotos auch gleich seinen Freunden zeigen. Jederzeit praktisch ist auch der sehr gute MP3-Player. Der Akku versorgt das Gerät für einige Tage mit Strom. Schade sind dagegen vor allem die schlechte Wiedergabe von Musik über die Lautsprecher sowie die wirklich zu klein geratene Tastatur. Der Nokia N73-Multimediacomputer ist somit leider kein Rundum-Glücklich-Gerät, aber ein geniales Kamera-Phone, das sein Geld wert ist.

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Kommentare zu diesem Artikel

[1] Benjamin Butz schrieb am 13.11.07 15:03 Uhr

Durch ein Software-Update auf die neuste Version wird das Gerät mit der MusicEdition identisch und somit stehen dann auch A2DP und der neue Musik-Player zur Verfügung.

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