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Neue U-Bahn-Station Neuburg Kirche


08.08.09 16:47

U-Bahn-Station Neuburg Kirche auf der Modelleisenbahn

In den vergangenen zwei Wochen ist auf meiner Modelleisenbahnanlage eine neue U-Bahn-Station entstanden. Zunächst habe ich ein einfaches Papiermodell gebastelt und nach der Stellprobe ging es dann an die endgültige Ausführung aus Polystyrol, also Kunststoffplatten.
Im ersten Arbeitsschritt wurden die Treppen gefertigt. Die Stufen stammen von Faller. Damit die Preiserlein auf dem Weg nach unten auch mal verschnaufen können, bekam der Fußgänger-Abgang vorbildgerecht einen Absatz in der Mitte, die Rolltreppe wurde oben und unten verlängert und bekam die typischen Metall-Flanken mit Gummihandlauf. Die Flanken wurden aus 2 mm starken Polystyrol-Platten ausgeschnitten, an den Enden habe ich gelbe SMD-LEDs als Orientierungsleuchten eingelassen und vor dem Lackieren von der Rückseite verspachtelt. Der schwarze Gummihandlauf entstand aus einem Polystyrol-Profil mit einem Querschnitt von 1 x 0,25 mm.
Nachdem die Treppen fertig waren ging es mit dem Boden und den Wandteilen des U-Bahn-Zuganges weiter. Die Strukturplatte für den Bodenbelag von Auhagen wurde zugeschnitten und Platten und Fugen farblich gestaltet. Die Wandelemente wurden aus 3 mm starken Polystyrolplatten gefertigt und lackiert. Das Decor habe ich am PC entworfen, auf glänzendes Fotopapier ausgedruckt und aufgeklebt, so entsteht ein ganz guter Effekt von lackierten Metallelementen, wie sie bei der Ausgestaltung solcher Haltestellenzugänge im Original oft verwendet werden. In manche Wandteile wurden wieder LEDs eingebaut, damit sich die Preiserlein später auch in den gut beleuchteten Tunnel wagen.
Nun konnten die fertigen Teile für Wände, Boden und Treppen zusammengebaut werden. Seitlich habe ich zwei Halterungen angebracht, mit denen der gesamte Treppenabgang später von unten an die Grundplatte der Modellbahnanlage geschraubt werden kann. Anschließend folgte die Detailgestaltung: Damit auf der Treppe niemand stürzt, wurden Handläufe montiert, die aus Profilen mit 1 mm Durchmesser entstanden. Mit einigen original Preiserfiguren wurde der Treppenabgang belebt.
Damit die U-Bahn-Station auch gut zu finden ist, wurde nach dem Einbau in die Anlage noch ein leuchtender U-Bahn-Würfel aufgestellt. Der Würfel selbst stammt von Brawa, ich habe ihn vor vielen Jahren einmal auf einer Modellbahn-Börse gekauft. Er war allerdings hängend konzipiert und mit einer Glühlampe versehen. Ich habe ihn daher auf einen neuen Messing-Mast montiert (2 mm Durchmesser) und mit einer neuen LED und einem neuen Deckel ausgestattet.

Fertige Rolltreppe in 1:87 mit Beleuchtung kurz vor dem Einbau Zusammengebaute U-Bahn-Station Neuburg Kirche kurz vor dem Einbau
Die ersten Wandteile für die U-Bahn-Station sind zugeschnitten

Abschließend habe ich die insgesamt zehn verbauten LEDs (4 Rolltreppe, 2 in der Tunnel-Decke, 2 am Haltestellenschild, 1 Wandleuchte am Treppenabsatz, 1 U-Bahn-Würfel) verkabelt. Ich hoffe, ich kann mit diesem Bericht mancheinen dafür begeistern, sich selbst einmal am Modellbau mit Polystyrol-Platten und -Profilen zu versuchen. Es ist zwar etwas Arbeit, aber es ist nicht besonders schwer, wenn man mit solchen kleineren Objekten anfängt. Man bekommt dafür Modelle genau nach den eigenen Vorstellungen, die sonst niemand hat. Ich freue mich auf einige Kommentare!

U-Bahn-Station Neuburg Kirche auf der Modelleisenbahn

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Kommentare zu diesem Artikel

[1] Manni schrieb am 14.10.09 16:31 Uhr

genial... ...da bekommt man richtig lust eine eigene modellbahn zu bauen... ...^^... ach ja: wo bekommt man diese SMD-LED´s???

[2] Benjamin schrieb am 16.10.09 19:52 Uhr

Thx^^ Die LEDs bekommt man eigentlich überall, wo es Elektronik-Bauteile gibt - bei Conrad, Mükra, Mara, Ebay, ... einfach mal suchen!

[3] Markus Block schrieb am 19.07.10 20:55 Uhr

Hallo.. wie lange haben sie das denn gebaut? Und was würde das kosten? Aber sie bauen bestimmt nicht für andere oder? Weil eine Rolltreppe bekomme ich nicht hin.. MFG Markus block

[4] Benjamin schrieb am 23.07.10 16:43 Uhr

Die effektive Arbeitszeit kann ich schlecht abschätzen, aber auf jeden Fall unter 4 Stunden. Für andere bauen kann ich leider nicht, aber probiere es doch einfach mal aus, mehr als Kunststoff für ein paar Euro kann ja nicht kaputt gehen. Die Seiten der Rolltreppen kann man einfach auf Papier entwerfen und dann mit Bleistift auf den Kunststoff übertragen und mit dem Messer ausschneiden, anschließend noch rund schleifen. Bemalen & zusammenkleben und fertig.

[5] Maurice schrieb am 22.04.11 20:05 Uhr

Gibts dazu auch eine U-Bahn oder ist das ganze nur angedeutet?

[6] Benjamin schrieb am 23.04.11 22:50 Uhr

Nope, es gibt keine U-Bahn. Würde man eh nicht sehen bzw. würde sich bei meiner Bahn aus Konstruktionsgründen nicht machen lassen.

[7] Manu schrieb am 16.07.11 15:00 Uhr

Sehr schön! Im Sinne des barrierefreien Zugangs könnte man ja fast an der Oberfläche, einige Zentimeter vom Treppenabgang entfernt, einen gläsernen Aufzug neuerer Bauart platzieren, so wie er neuerdings überall nachgerüstet wird. Vollkommen unabhängig davon, ob der Aufzug nun da ist oder nicht: Es ist eine schöne Arbeit! Hast Du auch Bilder davon, wie das ganze eingebaut aussieht?

[8] Benjamin schrieb am 16.07.11 16:28 Uhr

Danke für Lob und Vorschläge. Das oberste Bild ist im eingebauten Zustand entstanden - ok, ich gebe zu, man sieht da nicht viel von der Umgebung, aber die ist auch noch nicht so fertig. Ich kann ja mal noch Bilder nachreichen. Derzeit muss ich aber vor allem feststellen, dass für Modellbahn ziemlich wenig Zeit bleibt, wenn man ein Praktikum macht, neben bei noch auf eine Prüfung lernen soll und auch sonst noch ein paar andere Projekte laufen hat.

[9] schumi1331 schrieb am 04.01.12 22:24 Uhr

sieht echt klasse aus! das einzige, was man verbessern könnte, wäre das hohe Schild mit dem U, das sieht noch so leer aus. Da würde ich vielleicht eine Abfahrtstafel mit den Zeiten oder so ankleben... :-)

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