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Noch ein Kameravergleich: iPhone 8 gegen Nokia 808


09.01.19 22:13

Nokia 808 und iPhone 8 im Kamera-Vergleich

Wieder einmal ist es an der Zeit, zwei Handy-Kameras gegeneinander antreten zu lassen. Nachdem schon das iPhone 5s und das iPhone SE verschiedene Nokia-Geräte nicht übertrumpfen konnten, darf heute das iPhone 8 zeigen, was es kann. Der Gegner des noch fast neuen Apple-Gerätes ist das inzwischen sechs Jahre alte Nokia 808 PureView mit seinem 41-Megapixel-Sensor.

Wie man erkennt, ist das Nokia ein kleines bisschen dicker als das iPhone. Beide Hersteller haben es außerdem nicht geschafft, die Kamera plan ins Gehäuse zu integrieren. Was mir anfangs als großer Nachteil des iPhone 8 gegenüber dem SE erschien, ist im Alltag nicht störend. Die Kamera steht kaum über, die Kanten sind abgeschrägt und das Gerät wackelt auch auf einer Tischplatte liegend nicht. Die einteilige Glasrückseite macht auf jeden Fall einiges her.

Nokia 808 und iPhone 8 im Kamera-Vergleich

Beide Geräte sind auf der Rückseite schön abgerundet und auch auf der Vorderseite verwenden beide leicht gewölbtes Glas mit gerundeten Kanten.

Nokia 808 und iPhone 8 im Kamera-Vergleich

Aber genug der Äußerlichkeiten, hier geht es um die inneren Werte. Genau genommen nur um einen, die Leistung der Kamera. Bei einem Herbstspaziergang dürfen beide Telefone zeigen, was sie können.

Nokia 808 und iPhone 8 im Kamera-Vergleich

Gleich beim ersten Bild zeigt sich der höhere Dynamikumfang der iPhone-Kamera (rechts), obwohl das Apple-Handy hier noch nicht einmal mit HDR arbeitet. Im Vordergrund sind viel mehr Details erkennbar als beim ziemlich dunklen Nokia-Bild (links), gleichzeitig erscheint der Kirchturm beim iPhone weniger überbelichtet.

Nokia 808 und iPhone 8 im Kamera-Vergleich

In der Ausschnittsvergrößerung auf 100% fällt auch die höhere Auflösung des iPhone 8 auf, das mit 12 Megapixeln fotografiert. Das Nokia 808 hat zwar einen viel höher auflösenden Sensor, gespeichert werden die Bilder im Automatikmodus aber nur mit maximal 8 Megapixeln. Dadurch scheint das iPhone im Bereich der Kirchturmuhr ein paar Details mehr abbilden zu können.

Höherer Dynamikumfang, mehr Details, hat das iPhone das Rennen also nach dem ersten Testbild schon für sich entschieden?

Nokia 808 und iPhone 8 im Kamera-Vergleich

Bei der nächsten Testaufnahme fällt die Belichtung beider Geräte recht unterschiedlich aus. Das iPhone (unten) arbeitet diesmal mit HDR und hellt die gesamte Aufnahme deutlich auf. Hier ist zunächst einmal Geschmacksache, welches Bild einem besser gefällt, für mein Empfinden ist das Nokia (oben) näher dran an der wahrgenommenen Lichtstimmung. Die Belichtung lässt sich aber auch bei beiden Geräten während der Aufnahme ziemlich einfach hoch- oder runterregeln. Der Dynamikumfang genügt bei beiden Handys nicht, um auch aus dem Himmel noch Details herauszukitzeln.

Nokia 808 und iPhone 8 im Kamera-Vergleich

In der Ausschnittsvergrößerung fällt auf, dass die iPhone-Fotografie (rechts) im Vergleich mit dem Nokia-Bild (links) überschärft wirkt. Vor allem an den Zweigen zeigen sich weiße Ränder vom Nachschärfen der Aufnahme. Das Nokia zeigt hier genauso viele Details, ohne die Bildung von Artefakten.

Nokia 808 und iPhone 8 im Kamera-Vergleich

Bei dieser Architektur-Aufnahme (übrigens ein Gropius-Bau der Dammerstocksiedlung in Karlsruhe) fällt die Belichtung beider Testfotos einmal ziemlich ähnlich aus. Auffällig ist dagegen die deutlich wärmere Färbung des iPhone-Bildes (unten). Das Nokia-Foto (oben) wirkt dagegen eher kühl. Dies ist ein Verhalten, das ich für beide Kameras von zahlreichen weiteren Aufnahmen bestätigen kann. Die Wahrheit liegt derweil irgendwo in der Mitte. Die tiefstehende Sonne spendet schon ein wärmeres Licht, als es das Nokia abbildet; ganz so übertrieben gelb wie vom iPhone dargestellt ist es dann aber auch wieder nicht.

Nokia 808 und iPhone 8 im Kamera-Vergleich

In der Ausschnittsvergrößerung fällt auch hier wieder auf, wie stark das iPhone (rechts) die Bilder schärft: Nicht nur um die Blätter der Palme herum sind mehrere Pixel breite Artefakte vorhanden, auch die weichen Schattenverläufe auf der Wand werden regelrecht zu Farbtreppen zerhackt.

Nokia 808 und iPhone 8 im Kamera-Vergleich

Verkleinert man das iPhone-Bild (rechts) auf dieselbe Auflösung, die das Nokia (links) liefert, sieht der Unterschied nicht mehr ganz so dramatisch aus. Sichtbar vorhanden bleibt er dennoch.

Nokia 808 und iPhone 8 im Kamera-Vergleich

Eine Makro-Aufnahme im Gegenlicht: Hier bringen Belichtung und Weißabgleich keine neuen Erkenntnisse.

Nokia 808 und iPhone 8 im Kamera-Vergleich

Im Detail schlägt sich das iPhone 8 (rechts) hier gar nicht schlecht: Eine akzeptable Hintergrundunschärfe ist vorhanden und der geschärfte, farbenfrohe Vordergrund wirkt überzeugend. Das Nokia 808 (links) liefert ein butterweiches Bokeh, das Motiv erscheint aber eher blass und kontrastarm.

Nokia 808 und iPhone 8 im Kamera-Vergleich

Eine weitere Aufnahme in ähnlicher Situation, diesmal kommt das Nokia-Handy (links) besser zu Recht:

Nokia 808 und iPhone 8 im Kamera-Vergleich

Die Blatt- und Stängel-Strukturen sind haarfein abgebildet, fast würde man nicht glauben, dass das hier eine 100%-Vergrößerung ist. Das iPhone (rechts) dagegen kämpft mit erhöhtem Kontrast und künstlicher Schärfe und scheint doch abgeschlagen.

Nichtsdestotrotz, Apple entwickelt sich weiter. Gerade im Vergleich zum iPhone 5s, das kurz nach dem Nokia 808 erschien, sind klare Fortschritte erkennbar. Ich selbst ertappe mich dabei, die wärmeren iPhone-Aufnahmen mit dem höheren Dynamikumfang und scheinbar mehr Schärfe attraktiver zu finden als die meines Nokia 808.

Im Alltag ist mir das iPhone 8 zu groß und zu schwer, obwohl es schön flach und abgerundet ist und 20 Gramm leichter als das Nokia-Handy. Gleichzeitig ist es aber fast 40 Gramm schwerer als das gefühlt nur etwas mehr als Scheckkarten große iPhone SE, an das ich mich doch sehr gewöhnt hatte. Sehr schnell gewöhnt hat man sich übrigens auch an die Neuerungen des iPhone 8: Den virtuellen Home-Button, 3D-Touch und das sehr angenehme haptische Feedback überall im System. Das würde ich definitiv vermissen, falls ich am Ende doch wieder zum kleinen, leichten SE wechseln sollte.

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